Chile, zu Wasser und zu Lande

2010 April 11
by Dietmar Hahn

Unglaublich, dass wir nun schon knapp 2 Wochen in Chile sind!! Die Kombination aus vielen Erlebnissen und Eindruecken, und dem Umstand, dass Zeit nicht wirklich eine Rolle spielt, fuehrt dazu, dass genau diese unendlich schnell zu vergehen scheint. Besonders bewusst wird uns das an Tagen wie heute. Heute naemlich verbringen wir einen Erholungstag in einem der bisher gemuetlichsten Hostels unserer Reise,  und schauen auf ein paar tolle Tage im Nationalpark Torres del Paine zurueck, in denen wir auf den Spuren von WorldWideWalkers, Andi Erler und Timo & Simone gewandelt sind.

Ueber die Chilenen als solche haben wir in der Zwischenzeit nicht sehr viel mehr herausgefunden, aber wir koennen doch sagen, dass uns das Land schon allein aufgrund seiner faszinierenden Natur gut gefaellt.

Die Schiffahrt von Puerto Montt nach Puerto Natales (Geruechten zufolge gibts es uebrigens in Chile keine Stadt, die nicht mit „Puerto“ anfaengt) haben wir genossen. Mit dem Schiff zu reisen war fuer uns etwas Neues, und was daran toll ist, ist die Begrenztheit der Flaeche. So hatte man nach einer strammen halbstuendigen Erkundungstour alle Moeglichkeiten an Bord ausgelotet und konnte danach in den Stand-By-Modus wechseln. Dieser

bestand fuer uns aus drei Mahlzeiten taeglich, einigem Schlaf und dem Bestaunen der unberuehrten Fjordlandschaft, durch die wir geschippert sind. Nebenher haben wir mit ein paar Mitreisenden Erfahrungen und Reiseberichte ausgetauscht, was die Zeit zusaetzlich angenehm gestaltet hat. Besonders beeindruckt hat uns ein vierkoepfige Familie aus Frankreich zwischen 5 und 50 Jahren, die fuer acht Montae unterwegs ist. Wenn das mal nicht vielen Leuten Hoffnung macht…

Waehrend des Anlegemanoevers in Pt. Natales haben wir Bekanntschaft mit Oliver, einem Motorradreisenden vom Bodensee, gemacht, und daraufhin kurzerhand beschlossen, unsere Wandertour im Nationalpark gemeinsam durchzustehen.

Die noetige Ausruestung (Zelt, Schlafsaecke, Isomatten, Regenhosen) haben wir geliehen, Campingkocher und Toepfe konnte Oliver beisteuern. Nach einer abendlichen Stunde im Supermarkt, in der wir so gut wie moeglich versucht haben, den Essensbedarf fuer uns drei hoch zu rechnen, gings also am Dienstag morgen bei Dauerregen auf die fuenftaegige Tour.

Nach ca. drei Stunden Busfahrt konnten wir dann das einzige Mal nachvollziehen, warum die Leute sagen, dass man in Patagonien an einem Tag alle vier Jahreszeiten erleben kann: bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen konnten wir den ersten von ca. 60 km in Angriff nehmen.

Die folgenden Tage verliefen sehr aehnlich: wandern, Zelt aufschlagen, kochen, bergrunter warm einpacken, bergauf das Gegenteil. Was sich veraendert hat, war die Landschaft um uns herum: Gletscher, Bergseen, Waelder, Geroelfellder, Fluesse, Taeler, fantastisch.

Jedes geschossene Bild ist nur ein klaeglicher Versuch, die Schoenheit dieser vielfaeltigen Natur festzuhalten. Mehr steht uns aber nicht zur Verfuegung, deshalb hier ein paar Kostproben:

One Response
  1. 2010 April 22

    Habe mal etwas Daten verbraucht und hier in Kenya die Bilder angeschaut und mich auf den neusten Stand gebraucht. Sehr schön, keep posting!

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