Alles neu, alles anders.

2010 April 2
by Dietmar Hahn

Am Dienstag war es tatsaechlich so weit: nach fast zwei Monaten haben wir uns von Brasilien verabschiedet. Wir haben bei Debbie schoene und entspannte Tage verbracht, sie war auf unserer Strecke wohl die letzte Bekannte, die wir auf unserem Weg getroffen haben. Der Flug hat uns ueber Montevideo nach Santiago de Chile gefuehrt.

Da wir die Hauptstadt Chiles nur als Durchreisestation nutzen wollten, haben wir uns im Vorhinein nur duerftig informiert. Das hatte zur Folge, dass wir die Nacht auf Mittwoch am Busbahnhof verbringen mussten. Vielen Dank an den Polizisten, der uns IM Gebaeude hat uebernachten lassen!

Frueh am naechsten Morgen konnten wir dann den Bus nach Puerto Montt nehmen, dem Abfahrtsort unserer Faehre nach Patagonien. Die Fahrt hat den ganzen Tag gedauert, Zeit genug fuer uns, verpassten Schlaf nachzuholen.

Seit Mittwoch Nacht sind wir also nun hier, haben uns gestern ein wenig auf die Zeit im Nationalpark „Torres del Paine“ vorbereitet, und sind ansonsten noch damit beschaeftigt, uns auf das Neue einzustellen:

neu ist naemlich alles hier. Es ist doch immer wieder ein Erlebnis, wieviel sich nach ein paar Stunden Flug bzw. Busfahrt veraendern kann. Da waeren zunaechst mal die Menschen: klein, etwas breiter und untersetzter, mit indianischen Gesichtszuegen, und auf den ersten Eindruck eher wortkarg.

Das Wetter hat sich naturgemaess auch veraendert: der Normalzustand ist Regen, mit kurzen, unerklaerlichen Trockenperioden. Ein schoener Nebeneffekt dieser unwirtlichen aeusseren Umstaende ist der ploetzliche Raumgewinn in unseren Rucksaecken. Weil wir die Chinelos gegen Schuhe sowie Bermudas und Shirt gegen das Zwiebelprinzip eintauschen mussten, gestaltet sich das Packen nun viel einfacher. Fuers erste haben wir den freien Stauraum mit nuetzlichen Dingen wie Wasser, Snacks und Bier fuer die Faehrfahrt gefuellt.

Dass sich die Sprache veraendern wuerde, hatten wir schon vor der Einreise vermutet. Trotzdem wissen wir jetzt nochmal neu zu schaetzen, wie hilfreich es ist, wenn man sich in der Landessprache eines Landes verstaendigen kann. Wir sind aber guter Dinge, dass wir da schnell reinkommen werden.

Wie ihr eventuell dem Tenor dieses Berichts abhoeren koennt, fiel uns der Abschied aus Brasilien schwer. Gut, dass jetzt drei Tage Schiff durch schoene Landschaft anstehen, das sollte helfen, auch mental in Chile anzukommen.

Euch allen ruhige und frohmachende Passions- und Osterfeiertage. An diesen Tagen merken wir, was es bedeutet, unterwegs zu sein: Ostern werden wir auf See verbringen, nicht am See. Wenn wir zurueck in Deutschland sind, werden wir uns fuer die Sonntagsruhe starkmachen. Das ist eines der wenigen Dinge, das uns wirklich fehlt.

Ihr hoert wieder von uns, wenn wir am Montag in Puerto Natales gelandet sind!

P.S.: von den Auswirkungen des Erdbebens haben wir uebrigens in Natura so gut wie nichts gesehen. Auch unsere Reisedauer wurde davon nicht beeinflusst.

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One Response
  1. 2010 April 9

    hello you to!!
    so good jetzt wieder richtig euren blog lesen zu können. in kenya hat’s as usual net immer so super mit internet geklappt. well i really miss you – especially now being back in germany not having you around. wollte eigentlich das ihr mich vom flughafen abholt. 🙁
    hope to skype soon to hear more from you guys! enjoy chile!
    much luv!
    murph

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